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RathausGeschichte

Geschichte

Die erste Notiz über Piekary Śląskie (Deutsch Piekar) stammt aus 1136. In diesem Jahr hat sich der Name unserer Stadt in der Bulle vom Papst Innozenz III gefunden. Die nächste Notiz wurde in einer aus Jahr 1227 kommenden Unterlage gefunden. Dieser Text spricht über den Krakauer Bischof Paweł aus Przemankow, der die Einwohner aus Piekary von der Pfarrkirche St. Margareta in Bytom (Beuten) abgetrennt hat. Von der Herkunft des Stadtnamens erzählen zwei Versionen der Legende. Die erste Legende weist auf die Bäcker hin, die das Brot für die Einwohner aus Bytom gebacken haben. Die zweite Legende ist verbunden mit den Höhlen, die während der Gewinnung von Zink und Eisen entstanden. Das nächste wichtige Datum ist 1277, als die erste römisch-katholische Kirche St. Peter und Paul in Brzozowice-Kamień (Brzesowitz-Kamin) entstand.

Während des Zerfalls in Teilherzogtümer wurden sowohl Oberschlesien als auch Niederschlesien, also auch Piekary Śląskie, von Polen abgerissen. Die historischen Wirren haben verursacht, dass die Dynastien der Luxemburgen und später der Habsburgen auf die schlesischen Gebiete einen großen Einfluss hatten. In dieser Periode gehörten zu den wichtigsten Beschäftigungen der Einwohner aus Piekary der Ackerbau und die Bearbeitung und Gewinnung von Bleiglanzerzen.

Ein tragischer Zeitraum war für Piekary Śląskie der Dreißigjährige Krieg, infolge dessen die Stadt völlig zerstört wurde. Nach 1623 ist die Beuthener Region samt Piekary in die Hände der Familie Donnersmarck geraten. Nachdem das Gemälde mit der Heiligen Jungfrau Maria von Jakub Roszkowski gefunden und im Jahre 1659 am Altar der abgebauten Kirche untergebracht worden war, begann in Piekary und in der Gegend die Verbreitung des Kultes der Gottesmutter. Eine sehr große Bedeutung für die geistige Entwicklung der Einwohner von Piekary hatte der Besuch von Johann III Sobieski in Piekary, der auf dem Weg zum Wiener Entsatz um den Sieg über die Türken vor dem Wunderbild der Gottesmutter betete. Nach dem Sieg über die Türken wurde im Jahre 1702 das originelle Wunderbild nach Opole (Oppeln) gebracht, was aber die Bedeutung unserer Stadt als Zentrum des Kultes der Gottesmutter nicht vermindert hat.
Im XVIII. Jahrhundert begann in Piekary Śląskie der Zeitraum der verstärkten Kolonisation und Germanisierung. Priester Alojzy Ficek begann im Jahre 1842 den Bau der neuen neoromanischen Kirche, an deren Altar das Bildnis der Heiligen Jungfrau Maria einen neuen Platz fand.
Obwohl Schlesien durch viele Jahrhunderte am Pranger der fremden Einflüsse stand, zählt es heute zu den sich am schnellsten entwickelnden Regionen unseres Landes. Es verdankt das vor allem der Tüchtigkeit und Haltung der vorherigen und heutigen Generationen. Der Mut der Einwohner unserer Region verursachte gerade, dass wir unabhängig von den Umständen unseren Idealen treu blieben und mit großer Überzeugung um unsere gemeinsame Zukunft kämpften.